Dem Kunsthandwerk auf die Finger geschaut

27.05.2026

Wie entsteht aus einem Ei eine Emulsion, die zu Farbe wird? Und warum ist ein Bild erst im passenden Rahmen ein vollendetes Kunstwerk?

Die Kunsttage im Lindenhof Oftringen haben nicht nur mit einer sehenswerten Ausstellung unterschiedlicher Kunstwerke geglänzt, unter dem treffend gewählten Motto «Begegnen. Geniessen. Entdecken.» gab es auch spannende Einblicke in das handwerkliche Kunstschaffen. Faszinierend vorgetragen in Workshops und Live-Demonstrationen, von Expertinnen und Experten mit hohem Fachwissen.

Dazu zählte zum Beispiel der «Bildermacher» Kurt Hunkeler aus Schötz, Kurator der Ausstellung und gleichzeitig auch Referent. Er zeigte, wie man eine Eitempera-Emulsion herstellt und nahm dabei sein Publikum mit auf eine Exkursion in die Geschichte der Kunst. Und von Rachel Melone (Zofingen) gab es praktische Tipps rund ums richtige Einrahmen von Leinwänden.

Das Lindenhof-Team um Geschäftsführer Giuseppe Cassata hat mit der Durchführung dieses Events Mut bewiesen. Erstens wird Kunst nicht unbedingt in Verbindung gebracht mit dem als Alterswohnsitz bekannten, offenen Haus und zweitens lud das sommerliche Wetter die Menschen eher dazu ein, das Wochenende unter freiem Himmel zu gestalten. Trotzdem: Die Kunsttage waren eine Bereicherung für den Lindenhof, vor allem aber für alle, die sich die Zeit für einen Besuch genommen haben. Immerhin gab es dabei genug Raum, um sich mit den Kunstschaffenden austauschen zu können.

Text und Fotos: Jil Lüscher

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Die Kunsttage Lindenhof zeigten Werke regionaler Künstler mit unterschiedlichen Techniken wie Bildern, Textilkunst und Skulpturen. Ausgestellt haben Kurt Hunkeler (Schötz), Markus Maurer alias Marco Vinciguerra (Pfaffnau), Jasmin Hunkeler (Wikon), Els Gassmann (Buchs LU), Jolanda Masa (Rothenburg), Alex Spielmann (Lostorf) und Sandra Plaar (Schöftland).