Muskeln – unsere Kraft für den Alltag
Mythos oder Fakt? Was Muskeln wirklich brauchen.
Ob Einkaufstaschen tragen, Treppen steigen oder im Garten arbeiten: Unsere Muskeln sind täglich im Einsatz. Und das Beste? Wir können in jedem Alter etwas für sie tun. Rund um Muskelaufbau, Training und Ernährung ranken sich allerdings einige Mythen. Zeit für einen Faktencheck!
Mythos 1: Krafttraining ist nur etwas für Junge
Falsch. Für Krafttraining gibt es kein Ablaufdatum! Muskulatur lässt sich auch im höheren Alter trainieren. Es geht nicht darum, möglichst schwere Gewichte zu stemmen. Entscheidend ist ein Trainingsreiz, der zur eigenen körperlichen Situation passt. Bei Beschwerden oder nach längerer Pause empfiehlt sich fachliche Begleitung.
Mythos 2: Spazierengehen reicht, um die Muskeln zu stärken
Nur teilweise richtig. Spaziergänge bringen Bewegung in den Alltag und trainieren vor allem die Ausdauer. Wer Muskelkraft gezielt erhalten oder verbessern möchte, braucht zusätzliche Belastungsreize. Dafür ist kein Fitnessgerät nötig: Gezielte Übungen mit dem eigenen Körpergewicht wie Kniebeugen, Wadenheben und Ausfallschritte fordern die Muskeln über die gewohnte Alltagsbelastung hinaus.
Mythos 3: Je mehr Protein, desto mehr Muskeln
Falsch. Eiweiss (Protein) ist für Erhalt und Aufbau von Muskulatur wichtig. Mehr Eiweiss allein führt aber nicht automatisch zu mehr Muskelmasse. Ohne entsprechenden Trainingsreiz fehlt dem Muskel der Anstoss, sich anzupassen. Proteinshakes sind nicht grundsätzlich notwendig. Protein liefern etwa Milchprodukte, Eier, Fisch, Fleisch, Hülsenfrüchte und Tofu. Wie viel Protein sinnvoll ist, hängt unter anderem von Alter, Aktivität und gesundheitlicher Situation ab.
Mythos 4: Ein gutes Training muss Muskelkater verursachen
Falsch. Wer am nächsten Tag jeden Muskel spürt, hat nicht automatisch besser trainiert. Muskelkater tritt vor allem nach ungewohnten oder besonders intensiven Belastungen auf, ist aber keine Voraussetzung für ein wirksames Training. Wichtiger sind Regelmässigkeit, angemessene Belastung und genügend Erholung. Stärkere, ungewöhnlich lange anhaltende oder wiederkehrende Schmerzen sollten nicht «wegtrainiert », sondern abgeklärt werden.
Mythos 5: Muskeln trainiert man am besten im Fitnesscenter
Nicht unbedingt. Auch zu Hause oder im Alltag lässt sich Kraft trainieren. Wer gezielt trainieren möchte, kann jedoch von fachlicher Begleitung profitieren. Im Therapiezentrum Lindenhof erstellen Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten individuelle Trainingspläne, angepasst an die persönliche Leistungsfähigkeit und die eigenen Ziele. Sie begleiten den Einstieg und stehen auch während des Trainings bei Fragen zur Verfügung. So lassen sich Übungen korrekt und sicher ausführen und die Muskulatur Schritt für Schritt aufbauen.
Fakt ist: Es braucht mehr als einen Faktor
Training setzt den Reiz, Ernährung liefert Energie und Nährstoffe, und Erholung gibt dem Körper Zeit, sich anzupassen. Im Therapiezentrum Lindenhof begleiten Fachpersonen aus Physiotherapie, Training und Ernährungsberatung Menschen mit unterschiedlichen Voraussetzungen und Zielen – vom Wiedereinstieg nach einer Verletzung bis zum Wunsch, langfristig fit und beweglich zu bleiben. Muskeln helfen uns, belastbar und selbstständig zu bleiben – in jedem Alter.
